Vortrag über das Werk von Mathias von Flurl anlässlich seines Geburtstages

Referent Dr. Gerhard Lehrberger, der Flurl-Kreis-Vorsitzende Josef Brem und Schulleiter OStD Werner Kiese
Dr. Gerhard Lehrberger bei seinem Vortrag über das Werk von Mathias von Flurl

Der geologisch-mineralogische Flurl-Kreis und die Mathias-von-Flurl-Schule luden anlässlich des Geburtstages Flurls am Freitag, den 10. Februar um 19.30 Uhr zu einem Festvortrag in den Vortragssaal der Mathias von Flurl-Schule ein. Der Vortrag mit dem Titel„Glückauf dann, liebes Baiern! Flurls Wirken und Werk als Geowissenschaftler und Staatsbeamter“wurde vom Flurl-Experten Dr. Gerhard Lehrberger gehalten. Der Referent beschäftigte sich selbst als akademischer Direktor am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie der Technischen Universität mit mineralischen Rohstoffen in Bayern und er rückte das Wirken und Werk des praktisch orientierten Geologen Flurl in den Mittelpunkt. So wurden einerseits die Lagerstätten aus geologischer und mineralogischer Sicht betrachtet, aber auch ein Blick auf die Vorbilder im sächsischen Erzgebirge geworfen, wo Flurl selbst seine Ausbildung erfahren hatte. Flurls Bestreben, wichtige Lagerstätten wie die für Schwefel, Gold oder auch für Kohle und Naturstein aufzusuchen und zum wirtschaftlichen Wohle des Vaterlandes zu nutzen, wurden ebenso behandelt wie seine Vorschläge zur Nutzung einheimischer Mineralquellen, wie die im oberpfälzischen Ort Kondrau.

Schließlich war auch die Tätigkeit Flurls als Leiter des Betriebes der Porzellanmanufaktur in Nymphenburg nennenswert, für die er sogar in seinem Buch mit einer Preisliste Werbung machte. Seine Tätigkeit spiegelt sich auch darin wieder, dass ein Porträt des berühmten Straubinger Sohnes auf einer Porzellanplakette überliefert ist.

Flurl machte bei den bayerischen Berg-, Münz- und Salinenbehörden eine bemerkenswerte Karriere, die ihn bis in den Rang eines Vorstandes der königlichen General-Bergwerks-Salinen- und Münzadministration beförderte. Seine Verdienste brachten ihm höchste Ehren bis hin zum persönlichen Adel als „Ritter von Flurl“ ein. Bezeichnenderweise endete das Leben Flurls mitten in der Pflichterfüllung auf einer Dienstreise in Bad Kissingen, wo er auch beerdigt wurde.



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© Gerhard Lehrberger und Theo Haslbeck